Terror

Samstag, 11. April 2009

Sieben Jahre später

Morgen ist es sieben Jahre her, dass sich ein Suizidbomber im Restaurant Matza in Haifa in die Luft gesprengt und 14 Menschen getötet, über 40 verletzt hat.

Shimon, der Vater von Eyal, einem Freund von Shahaf, war einer dieser Verletzten, er verbrachte die letzten sieben Jahre im Krankenhaus. Heute starb er.

Shimons Frau, Eyals Mutter, wurde bei dem Attentat verletzt, seine damals 17jährige Tochter wurde getötet.

Eyal wird von Ynet zitiert, dass die israelische Gesellschaft dazu tendiere, auf die Toten zu fokussieren und dabei die Verwundeten zu vergessen. "Die Toten fühlen nichts mehr, die Verwundeten sind diejenigen, die Wunden und Schmerzen haben, und sie werden vergessen", sagt Eyal.

Donnerstag, 5. März 2009

Hatten wir ja schon länger nicht mehr:

In Jerusalem fährt ein palästinensischer Terrorist einen Bulldozer in ein Polizeiauto, verletzt zwei Polizeibeamte.

Offensichtlich griff der Terrorist mit dem Bulldozer auch einen nahen Bus an, wurde aber von Polizeibeamten und einem Taxifahrer erschossen, bevor er grösseren Schaden anrichten und mehr Menschenleben gefährden konnte.

ynet.

Haaretz.

Auch 20min berichtet.

Ein bisschen ausführlicher hier.

Das war bereits der vierte ähnliche Anschlag in Jerusalem in den vergangenen paar Monaten.

Sonntag, 15. Februar 2009

Haben oder nicht haben

Hatten sie, hatten sie nicht, hatten sie doch Waffen an Bord?

Zypern sagt: Iran ship violated UN resolutions

Iran sagt: No weapons for Hamas on Cyprus-docked ship

Zypern handelt: Cyprus will offload a cargo of weapons from a ship detained for violating United Nations sanctions on Iran, the island's state broadcaster said on Thursday.

(Alle Quellen ynet.)

Wem will man da glauben? (Ich hab da so meine Tendenz.)

Dienstag, 22. Juli 2008

Déjà-vu

20min

Stern

ynet und ynet (englisch)

Ein erneutes Attentat in Jerusalem, diesmal mit einer Planierraupe.

Nur dank des beherzten Eingreifens von Zivilisten konnte Schlimmeres vermieden werden, es gab "nur" Verletzte, keine Toten (ausser des Terroristen).

Es scheint, da ist jemand auf den Geschmack gekommen. :-S

Donnerstag, 17. Juli 2008

Heute an der Uni

Beide entführten Soldaten, sowohl Ehud Goldwasser als auch Eldad Regev, waren ja eng mit Haifa verbunden. Ehud Goldwasser wohnte in Nahariya, einer Stadt nördlich von Haifa und hat am Technion (Technische Hochschule) in Haifa unterrichtet. Eldad Regev wohnte in einem Vorort Haifas (Kiriat Motzkin) und sollte an der Uni studieren.

An der Uni, gleich neben dem Haupteingang, wurden nun Tische aufgestellt, dahinter die Bilder der beiden ermordeten Soldaten und israelische Flaggen. Auf die Tische stellten die Studierenden Kerzen.

Zur Erinnerung an die ermordeten Soldaten

Ich kann's irgendwie immer noch nicht fassen, was geschehen ist. Israel tauscht also Terroristen und Leichen von Terroristen gegen zwei tote Soldaten.

Der Libanese, der dem Roten Kreuz die Särge übergeben hat, hat sich auch noch stolz gezeigt und damit geprahlt, dass sie es geschafft hätten, Israel bis zuletzt darüber im Unklaren zu lassen, ob die Soldaten noch leben. Erst gestern noch wurden im Libanon Gerüchte gestreut, dass einer der Soldaten noch lebt. Entsprechend dramatisch gestalteten sie die Übergabe. Zuerst zeigten sie nur einen Sarg, und erst dann - nach einer dramatischen Kunstpause - den zweiten. Erst dann bestand Klarheit.

Die Leichen sollen übrigens misshandelt worden sein.

Im Libanon wird nun ein Kindermörder als Held gefeiert. (Kuntar war ja in Israel im Gefängnis, weil er 5 Menschen umgebracht hat, einen Familienvater vor den Augen seiner 4jährigen Tochter, die Kuntar danach auch umgebracht hat. Die zweite Tochter der Familie wurde versehentlich von der Mutter erstickt, die sich versteckt hat und das Kind am Weinen hindern wollte, damit der Terrorist sie in ihrem Versteck nicht findet.) Dieser Mann ist nun ein Held.

Kuntar hat sich übrigens bereits wieder auf den Kampf gegen Israel eingeschworen. Er wird dort weitermachen, wo er aufgehört hatte.

Herzzerreissend waren die Reden, die Ehud Goldwassers Ehefrau und Eldad Regevs Brüder an den Gräbern der Soldaten gehalten haben. Lila schreibt darüber.

Was soll ich dazu noch sagen? Es ist doch offensichtlich: Ein Land trauert um zwei ermordete Söhne, ein anderes Land macht sich darüber lustig und feiert (Kinder-)Mörder als Helden.

Mittwoch, 16. Juli 2008

Ein trauriger Tag

Ich möchte auch gar nicht zu viele Worte darüber verlieren, sondern andere für mich sprechen lassen.

Lila hat einige Blogeinträge zu dem Gefangenenaustausch geschrieben, in dessen Rahmen die zwei Soldaten, die von der Hizbollah entführt worden sind, Ehud Goldwasser und Eldad Regev, nach Israel zurück gebracht wurden. Tot.

Hier der Link auf ihren Blog: http://rungholt.wordpress.com/

Dazu eine Analyse aus der Leipziger Volkszeitung.

Dort wird Schlomo Goldwasser zitiert, der Vater des einen gefallenen Soldaten. Er sagt über den Libanon und die Hizbollah:

«Sie haben etwa 800 Mann verloren und ihre ganze Wirtschaft (im Libanonkrieg) zerstört, und wofür?», fragte Schlomo Goldwasser. «Für jemanden, der eine Vierjährige ermordet hat? Kann man einen solchen Menschen als Helden bezeichnen? Er ist doch nicht mehr als ein mieser Schurke.»

Mittwoch, 2. Juli 2008

Weitere Updates

Die Zahl der Verletzten wurde unterdessen auf über 30 korrigiert, bei dem Attentat wurden drei Personen getötet.

Eine getötete Frau war die Mutter des Babys, das gefunden wurde. Es wird vermutet, dass die Mutter das Kind, als sie gesehen hat, was gleich geschehen würde, aus dem Fenster geworfen und so gerettet hat. Das Baby überlebte praktisch unverletzt.

Nicht nur zwischen den beiden Terroristen der Anschläge auf die Jeshiva und dem heutigen Anschlag soll eine verwandtschaftliche Beziehung bestehen. Der Soldat, welcher heute den Terroristen erschossen hat, soll der Schwager des Mannes sein, der den Terroristen in der Jeshiva getötet hat.

Pigua

Heute gab es in Jerusalem ein Selbstmordattentat. Erfahren davon habe ich, als ich gerade Postkarten kaufen gegangen bin.

Ein arabischer Terrorist aus Ostjerusalem überfuhr in der Nähe der Jaffa Street mit einem Bulldozer wahllos Fussgänger, Motorräder, Autos, rammte einen Bus, so dass dieser umstürzte.

Die Zahl der Toten steigt; während am Anfang von einer Toten die Rede war, sind es unterdessen bereits 4, über 30 Personen wurden zum Teil schwer verletzt.

Ein Security guard hat auf den Terroristen geschossen, dachte, er hätte ihn getötet, aber der Terrorist fuhr plötzlich weiter, mit mehreren Personen auf dem Bulldozer, bevor er dann von einer Spezialeinheit endgültig getötet wurde. (Die Bilder davon werden im Fernsehen wieder und wieder gezeigt, darauf zu sehen auch der Fahrer eins Autos, der sich gerade noch aus seinem Auto retten kann, bevor der Terrorist mit dem Bulldozer darüberfährt.)

Die Bilder sind furchtbar.

Es ist schlimm, dass immer so etwas geschehen muss, wenn sich die Situation ein bisschen beruhigt zu haben scheint. Seit ein paar Tagen besteht zwischen Gaza und Israel ein (zugegeben brüchiger, die Terroristen schossen trotzdem immer wieder Raketen auf Israel) Waffenstillstand, und jetzt dies.

Ich glaube nicht, dass der Zeitpunkt (und der Ort) zufällig gewählt ist. Es soll die Leute zu dem Entschluss kommen lassen, dass mit "denen" kein Frieden möglich ist. Und es zeigt auch, dass die Terroristen nicht auf eine normale Beziehung mit Israel aus sind.

Im Fernseher wird gerade gesagt, dass der Attentäter in Jerusalem gearbeitet hat, angestellt bei einer israelischen Firma. Genau wie der letzte Selbstmordattentäter, der in der Bibliothek einer religiösen Schule in Jerusalem mehrere Leute umgebracht hat - er war der Busfahrer der Jeshiva:

Police confirmed Friday morning that the Palestinian terrorist who opened fire at central Jerusalem's Mercaz Harav Yeshiva late Thursday night, killing eight students and wounding 11 others, carried a blue Israeli identity card and came from east Jerusalem.

Jpost

Und heute:

The driver was shot dead by an elite policeman, police said, adding that the incident was a terror attack. Police emphasized that the terrorist was carrying an Israeli identity card and was a resident of east Jerusalem.

Ebenfalls Jpost

Auch 20min und Spiegel berichten unterdessen davon.

Was wird die Folge davon sein? Unter anderem wird Israel Araber, die in Israel arbeiten wollen, strenger überprüfen, besonders natürlich solche, die mit grossen Baumaschinen arbeiten wollen.

Heute ist übrigens der erste Ferientag für die Kinder in Israel.

Update:

Unterdessen ist von über 40 Verletzten die Rede.

Ein Baby wurde gefunden, dessen Eltern noch gesucht werden.

Der Terrorist ist gemäss Infos des Polizeichefs ein Verwandter des Terrorists des Jeshiva-Selbstmordattentats.

Montag, 4. Februar 2008

Selbstmordattentat in Dimona

Shahaf hat mich gerade darüber informiert, dass sich in Dimona ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hat, und mindestes eine Person getötet und mehrere verletzt hat. (Spiegel Online spricht von 4 Toten.)

Ein zweiter Terrorist konnte von einem Polizisten erschossen werden, bevor er sich in die Luft sprengte.

Es ist das erste Selbstmordattentat seit Januar 2007, als sich in Eilat ein Terrorist in einer Bäckerei in die Luft sprengte.

Infos dazu gibt's hier und hier.

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