Kuriositäten

Sonntag, 30. August 2009

Sonderbericht: Schwedens schmutziges Geheimnis

Basiert das schwedische Lachs-Geheimnis auf einem schrecklichen Verbrechen gegen norwegische Dorfbewohner?

OSLO – Gravad lax – oder gebeizter Lachs – ist eines der bekanntesten Gerichte Skandinaviens. Die Vorbereitungen dazu sind einfach und schnell, die Zutaten überall identisch: Lachsfilets, Salz, Zucker, Öl und Kräuter.

Dennoch behaupten Lachskenner seit jeher, dass der schwedische gebeizte Lachs anders schmeckt als der Norwegische, Finnische oder der Dänische. „Die schwedische Sorte enthält eine leichte Spur einer Säure“, sagt der dänische Koch Richard Muller Holstrum. „Ich konnte allerdings die Herkunft nie bestimmen“.

Jedoch haben die intensiven Nachforschungen von Ynet zum ersten Mal ergeben, was die geheime Zutat in Schwedens gravad lax sein könnte. Der entsetzliche Fund deutet an, dass die Quelle eine Art von Pilz ist, welcher von den Füssen von unschuldigen norwegischen Fischern entfernt wird.

Horror im Dorf
Arnolf Lillehammer, ein Bewohner des norwegischen Dorfes Idiben, nahe der schwedischen Grenze, kann den Augenblick nicht vergessen, als er seinen Vater zum letzten Mal lebendig sah. „Es passierte kurz vor dem letzten Sommer“, erzählt Arnolf. „Der See begann zu zufrieren, und Dad ging nachmittags raus, um zu fischen. Er fragte mich, ob ich ihm helfen würde, die Fische zu säubern, sobald er zurück kam. Nach drei Stunden begannen wir uns Sorgen zu machen. Am nächsten Tag, als wir sein Boot fanden, realisierten wir, dass etwas Schreckliches geschehen war.“

Drei Wochen später wurden Arnolfs Ängste durch puren Horror ersetzt. Der Körper seines Vaters wurde im Schnee vergraben entdeckt. Ohne Füsse.

Dies war jedoch nicht das einzige Verschwinden in der Umgebung. Tatsächlich sind einige Dutzende Fälle von verschwunden Fischermännern im Osten Norwegens registriert worden. Die Einwohner schrieben dies den harten Wintern zu: dichtes Schneegestöber liess die Hoffnung auf das Finden der Leichen schwindend klein werden. Das schreckliche Schicksal von Arnolf Lillehammers Vater, Videkon, bestätigte jedoch, dass dies eine weitaus unheimlichere Geschichte ist, als ursprünglich angenommen.

Der skurrile Todesfall wurde in den örtlichen Medien umfangreich beschrieben und die Polizei widmete sich in grossem Masse der Auflösung dieses Falles, aber Antworten wurden keine gefunden. Plötzlich erhielt die Familie Lillehammer unerwartet Hilfe. An einem schönen Sommertag klopfte ein Mann namens Bjorn B. (der vollständige Name ist dem Autoren bekannt) und stellte sich als ein Fahnenflüchtiger der schwedischen Armee vor.

Der Lachs-Krieg
Bjorn erzählte der erstaunten Familie, dass er als Geheimdienstmitarbeiter einer „Top Secret Einheit“ der Schwedischen Armee angehörte. Die Entdeckung verursachte schreckliche Gewissensbisse; als er zum ersten Mal von der schlimmen Tragödie der Familie Lillehammer hörte, wusste er, dass er unmöglich mit diesem Geheimnis leben konnte. Er musste es der Familie beichten.

In den 50er Jahren, so Bjorn, fielen die Exporte von schwedischem gebeiztem Lachs ins Bodenlose, hauptsächlich wegen der wachsenden Konkurrenz von norwegischem Lachs. Schwedische Wisschenschafter führten geheime Experimente und Geschmacksprüfungen durch, und fanden endlich die geheime Zutat, welche dem schwedischen Lachs den letzten Schliff geben würde: Pro 100 Gramm Gravad Lax wurden 1 Gramm dieses speziellen Fusspilzes gebraucht.

Bewohner von Dörfern im östlichen Norwegen, welche ihre Socken während Monaten nicht wechseln, sind ein naheliegendes Ziel. Und so kam es, dass Schweden die „Strumpor Stinkande“ Elite-Einheit auf die Beine stellte, welche sicherstellt, dass die schwedische Lachsindustrie immer genügend Stinkfüsse zur Verfügung hat.

Selbstverständlich leugnen hochrangige schwedische Militärbeamte das Bestehen dieser Eliteeinheit. Doch Bjorn B.‘s Zeugnis wurde letzte Woche im norwegischen Dorf Durknhart bestärkt. Ein Junge, der am Fluss entlang ging, fand ein Stück Metall, ähnlich einer Anstecknadel einer militärischen Einheit, welches ein unmissverständliches Zeichen zeigte – einen Socken flankiert von zwei Flügeln.

Nun kann nur noch abgewartet werden, ob der Internationale Gerichtshof in Den Haag die Herausforderung annehmen wird, und eine Untersuchung über diesen brutalen Akt der Schweden am norwegischen Volk einleiten wird.

Antwort des Schwedischen Aussenministeriums
Wir sind erstaunt, über diesen haltlosen anti-schwedischen Bericht und erwarten, dass die Israelische Regierung diesen Bericht aufs Schärfste kritisieren wird. Das Nichtvorhandensein jeglicher Verurteilung erinnert an die klägliche Antwort der Regierung Ben Gurions auf die Ermordung des schwedischen Grafen Folke Bernadotte in Jerusalem im Jahr 1948.

Bemerkung: Der Autor dieses Berichts ist ein erfundener Enthüllungsjournalist: die oben beschriebene Enthüllung ist nutzlos, genauso wie der schwedische Bericht, der letzte Woche publiziert wurde.

Originaltext von Uria Asor, publiziert in Haaretz am 24. August 2009. Link.

Übersetzt dankenswerterweise von Schwester Porto.

Samstag, 8. August 2009

Amüsant (?)

Ausschnitt aus einem Spiegel-Artikel über den Fatah-Kongress in Betlehem:

Einig waren sich die Abgeordneten bislang nur in einem: Jassir Arafat, Gründervater und jahrzehntelang Chef der Fatah, soll nach wie vor größte Ehrerbietung zuteil werden. Einstimmig verabschiedete der Kongress schon am Donnerstag eine Resolution, der zufolge "Israel als Besatzungsmacht die volle Verantwortung für die Ermordung des Märtyrers Jassir Arafat zufällt".

Arafat war nach langem Siechtum am 11. November 2004 gestorben. Um den Tod des damals 75-Jährigen ranken sich seitdem Legenden. Eine palästinensische Untersuchungskommission schloss 2005 aus, dass Arafat vergiftet wurde oder an Krebs oder Aids gestorben ist.

Über die tatsächliche Todesursache herrscht nach wie vor Unklarheit. Der Parteitag beschloss die erneute Einsetzung einer Kommission, die den Tod Arafats endgültig aufklären soll.


(Hervorhebungen von La Mia)

Wäre es nicht ... logischer, zuerst die Kommission einzusetzen, die dann zu dem Beschluss kommt, dass Israel an allem Schuld hat?

Vielleicht wäre das Ganze dann nicht ganz so offensichtlich unglaubwürdig.

Donnerstag, 18. Juni 2009

Haben wir eigentlich keine anderen Probleme?

Eine Meldung geht um die Welt:

US-Präsident Obama erschlägt vor laufender Kamera eine Fliege.

Am Tag darauf:

Tierschützer wünschen sich von US-Präsident Barack Obama mehr Herz für Fliegen. «Wir wollen Mitgefühl soger mit unsympatischsten Tieren», liess die Organisation Peta verlauten.

Quelle: 20min.

Haben wir eigentlich keine anderen Probleme?

Donnerstag, 12. März 2009

Kürzlich auf Haaretz

(Finde leider den Link nicht mehr)

Im Iran gibt's eine Radiosendung, die live gesendet wird. Da können Kinder anrufen und mit dem Moderator plaudern.

Ein Mädchen ruft also an.

Moderator: Bist du ein gutes Mädchen?
Mädchen: Ja, natürlich. Mein Vater hat mir gerade kürzlich eine Puppe gekauft, weil ich so ein gutes Mädchen bin.
Moderator: Was für eine Puppe denn?
Mädchen: Eine Affenpuppe!
Moderator: Wie schön. Hat der Affe denn auch einen Namen?
Mädchen: Also mein Vater nennt ihn Achmadinedjad.

Äh ja, und das live am Radio im Iran. Hoffe, dem Vater ist nichts passiert.

Samstag, 7. März 2009

Ruheabteil

Bei den SBB (Schweizerischen Bundesbahnen) gibt es in Schnellzügen seit geraumer Zeit Ruheabteile. Die SBB selber beschreiben diese folgendermassen:

Sie wollen in Ruhe arbeiten, ein Buch lesen oder einfach die Landschaft still an sich vorbeiziehen lassen? Dann sind Sie in der Ruhezone richtig. Denn dort stören Sie kein Telefonklingeln, kein Gespräch und keine Musik. Und Sie geniessen eine ruhige Fahrt. Ruhezonen gibts in der 1. und 2. Klasse, Sie erkennen sie am untenstehenden Piktogramm.

Konkreter:

In der Ruhezone nicht erwünscht.

* Gespräche und Diskussionen, auch wenn diese leise geführt werden
* Musik oder Radioprogramme hören, auch mit Kopthöhrern (portable Radios, Discmen, Walkmen, MP3-Player usw.)
* Abspielen von Audio. und Videoprogrammen
* Benützung des Mobiltelefons


Quelle.

Was die SBB leider nicht schreiben, ist, wie man im Falle, dass diese Regelungen nicht eingehalten werden.

Seltsamerweise stört es mich normalerweise überhaupt nicht, wenn im Zug gesprochen wird, das gehört halt zur üblichen Geräuschkulisse, die ich dann jeweils mit meinem MP3-Player zu übertönen versuche. Im Ruheabteil aber, wo die meisten Leute eben schweigen, fallen einzelne Redner umso mehr unangenehm auf, wie heute z.B. im Zug von Olten nach Basel: Vier ältere Personen, drei Frauen, ein Mann, die sich in normaler Lautstärke unterhalten.

Auf meinen bösen Blick hin, meint der Mann zu der einen Frau, dass sie schon ein bisschen laut rede. Sie: Nur wegen diesem Aufkleber hier am Fenster werd ich doch nicht leiser reden!!

Nach längerem Dulden des Ganzen, weise ich freundlich darauf hin, dass hier ein Ruheabteil ist. Die älteren Herrschaften werden unhöflich. Sie dürfen ja wohl reden, wo sie wollen.

Ich: Nun, würde es sie denn stören, wenn ich mir hier eine Zigarette anzünden würde? Nur wegen eines blöden Aufklebers muss ich mich ja noch lange nicht daran halten.

Daraufhin durfte ich erfahren, dass sich das Trotzalter leider nicht auf jüngere Generationen beschränkt (demonstratives Geflüster mit scheelen Seitenblicken), und dass alte Leute auch nicht immer eine gute Kinderstube genossen haben (Beleidigungen, die ich lieber überhört habe).

Vielleicht sollte ich mich mal an die SBB wenden und fragen, was sie in solchen Situation zu tun empfehlen. (Anfangen zu rauchen?) :D

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder hat sich gar jemand an einer Spielverderberin wie mich gestört, die stur auf den Regeln beharrt und im Zug Grabesstille möchte?

Freitag, 27. Februar 2009

Simons Schwester hat einen Hund ;-)



Simons Katze kann man hier bestaunen: Youtube. Am besten ist immer noch der Katzenwecker.

Montag, 23. Februar 2009

Neue Protestform: Schuhe werfen

Seit ein paar Wochen scheint es eine neue Protestform zu geben: Unliebige Personen werden mit Schuhen beworfen.

Den Anfang setzte der "heldenhafte" irakische Journalist, der damals-noch-Präsident George W. Bush einen Schuh an den Kopf schmiss. Der irakische Journalist wurde in der Folge als Held gefeiert, sogar eine Skulptur wurde ihm zu Ehren errichtet und wieder entfernt.

Schuhe werfen wurde danach bei allen möglichen Demonstrationen zum neuen Trend. Schuhe wurden gegen das Weisse Haus geschmissen, auf den Sitz des britischen Premies in London, an Anti-WEF-Demos (in Genf ebenso wie in Basel).

In Cambridge wurde der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao fast von einem Schuh getroffen.

Auch nach dem israelischen Botschafter in Schweden wurden kürzlich Schuhe und Bücher geworfen.

Das neuste Opfer ist nun ein IDF-Offizier, nach welchem bei einer Rede in Holland gleich vier Schuhe geworfen wurden.

Ich vermute ja, dass das Ganze eine Verschwörung der Schuhindustrie ist (wer sonst profitiert davon?)

Und die Folge? Demnächst wird man bei einer Einlasskontrolle nicht mehr gefragt, ob man Waffen dabei hat sondern nach Schuhen, und muss diese vor dem Betreten des Saals ausziehen.

Mittwoch, 21. Januar 2009

Wie schlau!

Schlau wie ich bin, habe ich diesmal - unbeabsichtigt - versucht, ein Schweizer Armeemesser ins Flugzeug zu schmuggeln. Ich hab ja ein sehr nützliches Armeemesser, das mir schon oft hilfreich war (kleinere Reperaturen, Brot, Gemüse, Früchte schneiden, Entfernen von Dornen oder ähnlichem aus diversen Körperteilen, Büchsenöffner, Flaschenöffner etc.), das ich auch fast immer in meiner Handtasche dabei habe. Normalerweise fällt mir vor dem Flug ein, dass ich das in mein Hauptgepäck stecken soll. Diesmal war's im Handgepäck.

An der Sicherheitskontrolle hab ich also ganz unbeschwert meine diversen Taschen auf das Laufband des Scanners gelegt und hab nicht weiter überlegt, auch nicht, als ich sah, dass die eine Sicherheitsfrau da auf was deutete. Es wird ja öfter mal grundlos etwas angezeigt, USB-Sticks oder so.

Bis mich der Sicherheitsmann fragte, ob ich evtl. ein Messer in meiner Handtasche hätte.

Ich: Nee, hab ich natürlich nicht - OH MEIN GOTT, doch, mein Swiss Army Knife!! Aber nein, das brauch ich doch, das kann ich nicht hier lassen!

Er: Ja, das müssen Sie leider abgeben.

Ich: Ich bin so blöd, ich hab's vergessen. Ich nehm's sonst immer raus!

Er: Ist ja nicht so schlimm!

Ich: Doch, natürlich ist es schlimm, ich hänge sehr daran. Ich liebe mein Schweizer Armee Messer!

Er: Nun, jetzt wird das Messer an den Staat Israel gehen und jemand anderes wird Freude daran haben.

Ich: Wollen Sie's? Sie können's haben.

Er: Danke, aber nein, ich darf es nicht annehmen, aber der Staat Israel wird sich freuen.

;-)

Tja. Jetzt brauch ich unbedingt ein neues Armeemesser. Ohne überlebe ich das wilde, gefährliche Grossstadtleben doch nicht!

Und der Staat Israel ist um ein Schweizer Armeemesser reicher. Er wird's mir bestimmt danken. ;-)

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Kürzlich im Zug oder: Spracherwerb ;-)

Kürzlich im Zug von Luzern nach Zürich:

Da sitzt also eine Familie mit kleinen Kindern. Wir fahren an einem See vorbei, sagt das eine Kind, auf diesen See deutend: "Genfersee!" Die Familie amüsiert sich, es ist nämlich der Zugersee.

Wenig später, in Zug, hängt ein Plakat mit dem Schloss Chillon drauf. Das gleiche Kind deutet auf das Plakat und sagt: "Schloss Chillon!" Die Familie ist voll beeindruckt und stolz darüber, wie klug ihr Kind doch ist.

Heute, Seminar zum Spracherwerb die grosse Erleuchtung.

Die Familie war offenbar kurz vor diesem Ereignis am Genfersee und sind das Schloss Chillon besichtigen gegangen. Folge: Das Kind benannt alle Seen mit Genfersee und alle Schlösser mit Schloss Chillon. Beim Zugersee hat es halt ein bisschen daneben gelegen, ebenso zufällig war die Bezeichnung des Schlosses auf dem Plakat korrekt.

Besonders klug war das Kind also nicht. Einfach normal halt. ;-)

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Ein Auszug aus einem Buch, das ich gerade lese:

Er [Ibrahim, ein Palästinenser] warf die Tüten ins Auto, schlug zornig die Tür zu und lief davon. Ich sah ihm nach. Er hatte die stolze, aufrechte Haltung und den leichtfüssigen Gang, der für Araber charakteristisch ist. Sie hatten die Wüste im Blut, die Weite, die Zeitlosigkeit. Sie liessen sich ebensowenig dressieren wie Katzen, die, wenn man sie ruft, in die entgegengesetzte Richtung laufen oder erst zehn Minuten später erscheinen und damit beweisen, dass sie unabhängige Geschöpfe sind und kommen, wann es ihnen, und nicht uns, passt.

Aus: Schrobsdorff, Angelika: Jerusalem war immer eine schwere Adresse.

Ja, wenn ich also nicht gerade lese und mich über solche Passagen amüsiere (über andere amüsiere ich mich eher weniger), packe ich. Am Freitag kommt nämlich Shahaf mich besuchen, und ich werde dann für eine Woche mehrheitlich off sein. Wir werden ein bisschen in der Schweiz rumreisen und hoffen aus diesem Grund auf gutes Wetter.

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