Sonderbericht: Schwedens schmutziges Geheimnis
Basiert das schwedische Lachs-Geheimnis auf einem schrecklichen Verbrechen gegen norwegische Dorfbewohner?
OSLO – Gravad lax – oder gebeizter Lachs – ist eines der bekanntesten Gerichte Skandinaviens. Die Vorbereitungen dazu sind einfach und schnell, die Zutaten überall identisch: Lachsfilets, Salz, Zucker, Öl und Kräuter.
Dennoch behaupten Lachskenner seit jeher, dass der schwedische gebeizte Lachs anders schmeckt als der Norwegische, Finnische oder der Dänische. „Die schwedische Sorte enthält eine leichte Spur einer Säure“, sagt der dänische Koch Richard Muller Holstrum. „Ich konnte allerdings die Herkunft nie bestimmen“.
Jedoch haben die intensiven Nachforschungen von Ynet zum ersten Mal ergeben, was die geheime Zutat in Schwedens gravad lax sein könnte. Der entsetzliche Fund deutet an, dass die Quelle eine Art von Pilz ist, welcher von den Füssen von unschuldigen norwegischen Fischern entfernt wird.
Horror im Dorf
Arnolf Lillehammer, ein Bewohner des norwegischen Dorfes Idiben, nahe der schwedischen Grenze, kann den Augenblick nicht vergessen, als er seinen Vater zum letzten Mal lebendig sah. „Es passierte kurz vor dem letzten Sommer“, erzählt Arnolf. „Der See begann zu zufrieren, und Dad ging nachmittags raus, um zu fischen. Er fragte mich, ob ich ihm helfen würde, die Fische zu säubern, sobald er zurück kam. Nach drei Stunden begannen wir uns Sorgen zu machen. Am nächsten Tag, als wir sein Boot fanden, realisierten wir, dass etwas Schreckliches geschehen war.“
Drei Wochen später wurden Arnolfs Ängste durch puren Horror ersetzt. Der Körper seines Vaters wurde im Schnee vergraben entdeckt. Ohne Füsse.
Dies war jedoch nicht das einzige Verschwinden in der Umgebung. Tatsächlich sind einige Dutzende Fälle von verschwunden Fischermännern im Osten Norwegens registriert worden. Die Einwohner schrieben dies den harten Wintern zu: dichtes Schneegestöber liess die Hoffnung auf das Finden der Leichen schwindend klein werden. Das schreckliche Schicksal von Arnolf Lillehammers Vater, Videkon, bestätigte jedoch, dass dies eine weitaus unheimlichere Geschichte ist, als ursprünglich angenommen.
Der skurrile Todesfall wurde in den örtlichen Medien umfangreich beschrieben und die Polizei widmete sich in grossem Masse der Auflösung dieses Falles, aber Antworten wurden keine gefunden. Plötzlich erhielt die Familie Lillehammer unerwartet Hilfe. An einem schönen Sommertag klopfte ein Mann namens Bjorn B. (der vollständige Name ist dem Autoren bekannt) und stellte sich als ein Fahnenflüchtiger der schwedischen Armee vor.
Der Lachs-Krieg
Bjorn erzählte der erstaunten Familie, dass er als Geheimdienstmitarbeiter einer „Top Secret Einheit“ der Schwedischen Armee angehörte. Die Entdeckung verursachte schreckliche Gewissensbisse; als er zum ersten Mal von der schlimmen Tragödie der Familie Lillehammer hörte, wusste er, dass er unmöglich mit diesem Geheimnis leben konnte. Er musste es der Familie beichten.
In den 50er Jahren, so Bjorn, fielen die Exporte von schwedischem gebeiztem Lachs ins Bodenlose, hauptsächlich wegen der wachsenden Konkurrenz von norwegischem Lachs. Schwedische Wisschenschafter führten geheime Experimente und Geschmacksprüfungen durch, und fanden endlich die geheime Zutat, welche dem schwedischen Lachs den letzten Schliff geben würde: Pro 100 Gramm Gravad Lax wurden 1 Gramm dieses speziellen Fusspilzes gebraucht.
Bewohner von Dörfern im östlichen Norwegen, welche ihre Socken während Monaten nicht wechseln, sind ein naheliegendes Ziel. Und so kam es, dass Schweden die „Strumpor Stinkande“ Elite-Einheit auf die Beine stellte, welche sicherstellt, dass die schwedische Lachsindustrie immer genügend Stinkfüsse zur Verfügung hat.
Selbstverständlich leugnen hochrangige schwedische Militärbeamte das Bestehen dieser Eliteeinheit. Doch Bjorn B.‘s Zeugnis wurde letzte Woche im norwegischen Dorf Durknhart bestärkt. Ein Junge, der am Fluss entlang ging, fand ein Stück Metall, ähnlich einer Anstecknadel einer militärischen Einheit, welches ein unmissverständliches Zeichen zeigte – einen Socken flankiert von zwei Flügeln.
Nun kann nur noch abgewartet werden, ob der Internationale Gerichtshof in Den Haag die Herausforderung annehmen wird, und eine Untersuchung über diesen brutalen Akt der Schweden am norwegischen Volk einleiten wird.
Antwort des Schwedischen Aussenministeriums
Wir sind erstaunt, über diesen haltlosen anti-schwedischen Bericht und erwarten, dass die Israelische Regierung diesen Bericht aufs Schärfste kritisieren wird. Das Nichtvorhandensein jeglicher Verurteilung erinnert an die klägliche Antwort der Regierung Ben Gurions auf die Ermordung des schwedischen Grafen Folke Bernadotte in Jerusalem im Jahr 1948.
Bemerkung: Der Autor dieses Berichts ist ein erfundener Enthüllungsjournalist: die oben beschriebene Enthüllung ist nutzlos, genauso wie der schwedische Bericht, der letzte Woche publiziert wurde.
Originaltext von Uria Asor, publiziert in Haaretz am 24. August 2009. Link.
Übersetzt dankenswerterweise von Schwester Porto.
OSLO – Gravad lax – oder gebeizter Lachs – ist eines der bekanntesten Gerichte Skandinaviens. Die Vorbereitungen dazu sind einfach und schnell, die Zutaten überall identisch: Lachsfilets, Salz, Zucker, Öl und Kräuter.
Dennoch behaupten Lachskenner seit jeher, dass der schwedische gebeizte Lachs anders schmeckt als der Norwegische, Finnische oder der Dänische. „Die schwedische Sorte enthält eine leichte Spur einer Säure“, sagt der dänische Koch Richard Muller Holstrum. „Ich konnte allerdings die Herkunft nie bestimmen“.
Jedoch haben die intensiven Nachforschungen von Ynet zum ersten Mal ergeben, was die geheime Zutat in Schwedens gravad lax sein könnte. Der entsetzliche Fund deutet an, dass die Quelle eine Art von Pilz ist, welcher von den Füssen von unschuldigen norwegischen Fischern entfernt wird.
Horror im Dorf
Arnolf Lillehammer, ein Bewohner des norwegischen Dorfes Idiben, nahe der schwedischen Grenze, kann den Augenblick nicht vergessen, als er seinen Vater zum letzten Mal lebendig sah. „Es passierte kurz vor dem letzten Sommer“, erzählt Arnolf. „Der See begann zu zufrieren, und Dad ging nachmittags raus, um zu fischen. Er fragte mich, ob ich ihm helfen würde, die Fische zu säubern, sobald er zurück kam. Nach drei Stunden begannen wir uns Sorgen zu machen. Am nächsten Tag, als wir sein Boot fanden, realisierten wir, dass etwas Schreckliches geschehen war.“
Drei Wochen später wurden Arnolfs Ängste durch puren Horror ersetzt. Der Körper seines Vaters wurde im Schnee vergraben entdeckt. Ohne Füsse.
Dies war jedoch nicht das einzige Verschwinden in der Umgebung. Tatsächlich sind einige Dutzende Fälle von verschwunden Fischermännern im Osten Norwegens registriert worden. Die Einwohner schrieben dies den harten Wintern zu: dichtes Schneegestöber liess die Hoffnung auf das Finden der Leichen schwindend klein werden. Das schreckliche Schicksal von Arnolf Lillehammers Vater, Videkon, bestätigte jedoch, dass dies eine weitaus unheimlichere Geschichte ist, als ursprünglich angenommen.
Der skurrile Todesfall wurde in den örtlichen Medien umfangreich beschrieben und die Polizei widmete sich in grossem Masse der Auflösung dieses Falles, aber Antworten wurden keine gefunden. Plötzlich erhielt die Familie Lillehammer unerwartet Hilfe. An einem schönen Sommertag klopfte ein Mann namens Bjorn B. (der vollständige Name ist dem Autoren bekannt) und stellte sich als ein Fahnenflüchtiger der schwedischen Armee vor.
Der Lachs-Krieg
Bjorn erzählte der erstaunten Familie, dass er als Geheimdienstmitarbeiter einer „Top Secret Einheit“ der Schwedischen Armee angehörte. Die Entdeckung verursachte schreckliche Gewissensbisse; als er zum ersten Mal von der schlimmen Tragödie der Familie Lillehammer hörte, wusste er, dass er unmöglich mit diesem Geheimnis leben konnte. Er musste es der Familie beichten.
In den 50er Jahren, so Bjorn, fielen die Exporte von schwedischem gebeiztem Lachs ins Bodenlose, hauptsächlich wegen der wachsenden Konkurrenz von norwegischem Lachs. Schwedische Wisschenschafter führten geheime Experimente und Geschmacksprüfungen durch, und fanden endlich die geheime Zutat, welche dem schwedischen Lachs den letzten Schliff geben würde: Pro 100 Gramm Gravad Lax wurden 1 Gramm dieses speziellen Fusspilzes gebraucht.
Bewohner von Dörfern im östlichen Norwegen, welche ihre Socken während Monaten nicht wechseln, sind ein naheliegendes Ziel. Und so kam es, dass Schweden die „Strumpor Stinkande“ Elite-Einheit auf die Beine stellte, welche sicherstellt, dass die schwedische Lachsindustrie immer genügend Stinkfüsse zur Verfügung hat.
Selbstverständlich leugnen hochrangige schwedische Militärbeamte das Bestehen dieser Eliteeinheit. Doch Bjorn B.‘s Zeugnis wurde letzte Woche im norwegischen Dorf Durknhart bestärkt. Ein Junge, der am Fluss entlang ging, fand ein Stück Metall, ähnlich einer Anstecknadel einer militärischen Einheit, welches ein unmissverständliches Zeichen zeigte – einen Socken flankiert von zwei Flügeln.
Nun kann nur noch abgewartet werden, ob der Internationale Gerichtshof in Den Haag die Herausforderung annehmen wird, und eine Untersuchung über diesen brutalen Akt der Schweden am norwegischen Volk einleiten wird.
Antwort des Schwedischen Aussenministeriums
Wir sind erstaunt, über diesen haltlosen anti-schwedischen Bericht und erwarten, dass die Israelische Regierung diesen Bericht aufs Schärfste kritisieren wird. Das Nichtvorhandensein jeglicher Verurteilung erinnert an die klägliche Antwort der Regierung Ben Gurions auf die Ermordung des schwedischen Grafen Folke Bernadotte in Jerusalem im Jahr 1948.
Bemerkung: Der Autor dieses Berichts ist ein erfundener Enthüllungsjournalist: die oben beschriebene Enthüllung ist nutzlos, genauso wie der schwedische Bericht, der letzte Woche publiziert wurde.
Originaltext von Uria Asor, publiziert in Haaretz am 24. August 2009. Link.
Übersetzt dankenswerterweise von Schwester Porto.
La_Mia - 30. Aug, 12:38











