Haifa

Sonntag, 6. Juli 2008

Haifa ist ein Dorf!

Hier schliesst der McDonald's (Merkaz haCarmel, also Stadt- bzw. Dorfzentrum) schon um halb elf. Und das an einem Samstag Abend, als ich dringend eine Portion Schnitzelonim (Chicken Nuggets) brauchte. Furchtbar. Wo sind wir denn? Es ist übrigens auch gar nicht so einfach, eine nette Bar zu finden, die an einem normalen Abend nach 23 Uhr noch geöffnet hat.

Da ist's ja in Luzern noch besser. ;-)

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Ich habe übrigens mit Schrecken feststellen müssen, dass meine neue Lieblingskatze, die ich schon lachmanja (=Brötchen, weiblich) taufen wollte (ja, die Katze auf dem Bild vor ein paar Tagen), eigentlich ein Kater ist. Jetzt hab ich ein Problem, lechem (=Brot, männlich) kann ich sie nicht wirklich nennen ...

Gibt's Namensvorschläge?

Mehr News gibt's von mir momentan nicht. Ich schwitze vor mich hin und bin furchtbar unproduktiv.

Sonntag, 29. Juni 2008

Angekommen

Aus irgendeinem Grund konnte ich gestern auf meinem Blog weder Kommentare noch einen Eintrag verfassen. Darum halt jetzt.

Ich bin also gut hier angekommen. Der Flug war sehr angenehm, einer der angenehmsten bisher. El Al halt. Auf den Flügen von El Al wird netterweise meist Humus und Pita serviert. Der Security Check war zur Abwechslung auch ganz locker - der Mann, der mich überprüft hat, wohnt auch in Basel, ganz in meiner Nähe und wir haben uns gut unterhalten. Ich werde von nun an immer tief ausgeschnittene Shirts tragen, wenn ich nach Israel fliege. *räusper*

Heute habe ich vor allem viel geschlafen, aber wir waren auch kurz am Strand, gingen ein bisschen spazieren und genossen das schöne Wetter. (Schönes Wetter = heiss = alle Israelis beschweren sich ...) Aber ich geniesse es (noch).

Unterdessen weiss ich auch, worüber ich meine zweite Arbeit schreiben werde, nämlich über das Konzept des Weltbildes im Maimonidesstreit. Sagt euch nix? Gut, mir auch nicht. Aber mein Professor war (mal wieder) begeistert.

Mir wird es hier also bestimmt nicht langweilig werden.

Bei Gelegenheit werde ich ein bisschen in unserem Stadtviertel rumfahren und ein paar Fotos machen. Danach gibt's einen Blogeintrag über Kababir. Das ist nämlich ein ganz besonderes Viertel!

Mittwoch, 8. August 2007

Blogs ...

... auf denen nix geschrieben wird, sind langweilig. Blogs, auf denen was geschrieben wird, obwohl nix los ist, eigentlich auch. Dilemma.

Wie dem auch sei, diverse Punkte von der im vorherigen Beitrag geposteten Liste, werden in näherer Zukunft erfüllt sein.

Am Donnerstag (also morgen) kommen Isabel und David zu uns auf Besuch, für ein gemeinsames Pärchenwochenende.

Die Woche danach gehen wir (eigentlich von Shahafs Arbeit aus) ein paar Tage nach Eilat, wo wir hoffentlich eine nette Zeit verbingen. Shahaf geht abends arbeiten, ich gehe schlafen. ;-)

Und für Ende September planen wir, ans Ehud-Banai-Konzert zu gehen, das irgendwo nördlich von Haifa stattfindet.

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Unsere Wohnung sieht nun auch ein bisschen wohnlicher aus, nachdem wir einige (in IKEA gekaufte) Gegenstände von Shahafs Schwager an die Wand haben schrauben lassen. Sehr nett. Als Gegenleistung hat uns der Sohn von Shahafs Schwager (also der Sohn von Shahafs Schwester; Shahafs Neffe, was auch immer) zuerst in die Küche gepinkelt und dann ins Wohnzimmer gekackt.

Da freuen sich doch Kinderfreundinnen, wie ich eine bin.

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Heute Abend gibt's wahrscheinlich selbstgemachte Pizza, wenn ich mich endlich dazu aufraffen kann, einen Teig machen zu gehen. (Unkoschere Pizza mit Schinken aus dem Russenladen, mit Champignons, Oliven und Käse.)

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Daneben schreib ich an meiner Arbeit mit dem provisorischen Titel "Interreligiöse Heiraten im Judentum - Eine soziologische Annäherung". Ich komme so gut voran, dass ich unterdessen überzeugt bin, die Arbeit auch bis Ende meines Aufenthalts hier fertig zu schreiben.

So viel von mir. Wie geht's euch so?

Sonntag, 17. Juni 2007

Haifa versinkt im Müll

Von Donnerstag bis heute streikten hier in Haifa die Müllmänner. Normalerweise wird am Freitag (vor Shabbat soll schliesslich alles schön sauber sein) der Müll eingesammelt. Diesen Freitag nicht. Mit der Folge, dass sich der Müll häuft und häuft und häuft und dass es überall ekelhaft stinkt. (Morgen folgt evtl. Bebilderung des Ganzen.)

Nun ist die Müllabfuhr damit beschäftigt, die riesigen Haufen Müll, die sich über's Wochenende so angesammelt haben, endlich einzusammeln, aber das dauert natürlich ein bisschen.

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Heute wurden vom Süden Libanons mindestens zwei Katjushas auf den Norden Israels geschossen und haben die Stadt Kiriat Shmona getroffen. Libanon will alles daran setzen, die Verantwortlichen zu finden - es handelt sich nicht wie im letzten Sommer um Raketen der Hizbollah sondern um palästinensische Extremisten. Insofern lässt sich die Lage nicht mit dem letzten Sommer vergleichen, macht euch also keine Sorgen. ;-)

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Gestern war ich am Tag der offenen Tür in der Moschee hier in unserem Viertel. Das war sehr interessant. Die Gemeinde hier ist eine spezielle Gemeinde, und zwar handelt es sich um achmedische Muslime. Deren Motto ist: "Love for everybody. Hatred for nobody" und sie befolgen dies auch wirklich. So gab es auch eine Diskussionsrunde zum Thema "Islam und Frieden", die sehr spannend war.

Die Moschee selber ist sehr schön, hier ein Bild davon:

Moschee in Kababir

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Gestern Abend hatten wir bei uns auf dem Balkon unsere erste "Grillparty" mit vielen netten internationalen Gästen, mit Kebab, Wurst und Spiessli, leckerem Salat, Pitot und Humus, Bier und Cola. Das müssen wir bei Gelegenheit unbedingt wiederholen.

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Das war's für heute an News.

Liebe Grüsse
S.

Sonntag, 27. Mai 2007

Ein bisschen laenger legal

Heute hatte ich nette Erfahrungen in Behoerdisch in Israel. Eigentlich war es gar nicht so schlimm wie ich es mir vorgestellt habe (ich war auf jeden Fall viel besser dran, als all die Leute, die stundenlang warten mussten), aber es laeuft teilweise halt schon ein bisschen anders als in der Schweiz. Mal zum Vorteil, mal zum Nachteil der Bittsteller. ;-)

Zuerst mussten wir auf die Stadtverwaltung, um uns fuer die Wasserversorgung anzumelden. Das laeuft so, wie bei der Schweiz auf der Post: Man zieht ne Nummer und wartet dann. Und wartet. Und wartet. Und wartet. (Und wenn sie nicht gestorben sind, dann warten sie noch heute.) Wir zogen Nummer 119, die Anzeigetafel zeigte Nummer 77. Alle 10-15 Minuten aenderte sich diese Nummer. 78. ... ... ... 79. (Ihr duerft gerne ausrechnen, wie lange man da so warten duerfte.) Allerdings hatten wir grosses Glueck und durften uns ganz weit vordraengeln.

Danach ging's weiter in Behoerdisch. Da ich naemlich unterdessen schon ziemlich genau 3 Monate in Israel bin, brauche ich eine Visumsverlaengerung. (Bei Einreise in Israel kriegt man automatisch ein 3-Monatsvisum.)

Auch das ging verhaeltnismaessig problemlos, allerdings musste ich (mit Aufforderung der Beamtin) ein wenig schwindeln. Eigentlich arbeite ich ja im Ghetto Fighters' House, habe aber keine Arbeitserlaubnis. Darum gab ich an, dort als Freiwillige mitzuarbeiten. Das passte ihr aber nicht, weil ich dann eine Bestaetigung haette vorweisen muessen, die ich aber auf die Schnelle natuerlich nicht hatte. Also aenderten wir die ganze Geschichte auf: Ich lebe hier in Israel bei meinem Freund, bin bei ihm als Touristin zu Besuch, arbeite nicht, studiere nicht und bin auch sonst ganz brav. (Wenn es um eine Schweizer Touristin geht, sind die ja eigentlich nicht so streng. Irgendwie sind die Schweizer wohl nicht so bekannt dafuer, legal in Israel einzureisen und dann illegalerweise hier das System auszunuetzen.)

Das Ganze kostete mich 150 Shekel (ca. 50 CHF) und weitere 22 Shekel fuer Passfotos, dafuer bin ich jetzt fuer weitere drei Monate legal hier in Israel. Finde ich ganz super.

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Sonst gibt's nicht so viel Neues. Wir haben hier in der neuen Wohnung viel Besuch - und alle sind hin und weg, wenn sie die Wohnung (und vor allem die Aussicht) sehen. Ich hab mir schon ueberlegt, einen Antrag auf Strassennamensaenderung zu stellen: Rechov Achla Nof. (Tolle-Aussicht-Strasse)

Am Mittwoch habe ich meine erste Hebraeisch-Lektion bei Nirit. Wir werden zusammen ein bisschen Hebraeisch-Konversation betreiben und ein paar Texte lesen. Man will ja schliesslich auch ein bisschen was lernen.

Das war's glaub ich, vorlaeufig. Ich geh jetzt Pizza essen und auf manja warten.

Liebe Gruesse an alle
S.

Dienstag, 22. Mai 2007

A place to be

So. Wir sind umgezogen. Ich werde bei Gelegenheit ne Mail rumschicken mit der neuen Adresse, damit ihr auch wisst, wo ihr mich finden koennt, sofern ihr mich finden wollt.

Die Wohnung ist super, wenn auch noch ein bisschen leer. Aber das wird sich schon noch aendern. Der Blick auf das Meer ist wundervoll, besonders abends oder nachts. Bei klarer Sicht kann man uebrigens bis Tel Aviv sehen, hab ich mir sagen lassen.

Einen Nachbarn hab ich auch schon kennengelernt, den Werner. Er ist Deutscher (hab ich sofort am Akzent erkannt ;-) ) und scheint sehr nett zu sein.

Ich habe ein wunderschoenes Zimmer, das jedoch bis auf ein Bett, eine Kommode, eine Lampe und einen Spiegel noch leer ist. Am Donnerstag gehen wir zu Ikea und kaufen mindestens einen Tisch (Pult) fuer mich, so dass ich fleissig an meiner Arbeit weiterschreiben kann. (Was ich sonst noch moechte: Ein kleines Regal, evtl. ein kleiner Tisch und eine nette Pflanze, ein buntes Bild fuer die sehr weisse Wand.)

Ab Donnerstag haben wir dann hoffentlich auch in der neuen Wohnung Internet, jetzt muss ich noch in die Dorms kommen, wenn ich einen Blogeintrag schreiben moechte. ;-)

Heute Abend/morgen ist Feiertag, Shawouth, das Wochenfest. Wir werden es jedoch wahrscheinlich nicht wirklich feiern, sondern weiter die Wohnung einrichten. Abends kriegen wir netten Besuch.

Das war's fuer heute von mir, liebe Gruesse
Sabina

Dienstag, 1. Mai 2007

Aufloesung, heute und morgen

Eine kurze Aufloesung des Raetsels, welches ich vor ein paar Tagen auf mein Blog gestellt habe: Das Bild habe ich natuerlich in Netanja vor dem einzigen Ikea in Israel aufgenommen. Darum die schwedische Flagge.

Heute war ich u.a. Muscheln sammeln am Strand. Sehr schoen.

Morgen treffe ich mich am Nachmittag mit Nirit fuer eine Fotosession und abends mit ungefaehr allen (Shahaf, Nirit, Boris, Ilya, Viola und Aviva oder so), um am Strand rumzuhaengen.

Die Studis hier streiken immer noch, die vierte Woche schon. Unterdessen hoffe ich, dass sie noch ein bisschen weiterstreiken, dann haben wir genuegend Zeit, umzuziehen und die Wohnung einzurichten.

Das war ein kurzes Update. Ich muss jetzt dringendst schlafen gehen.

Laila tov.

Dienstag, 3. April 2007

Pessach Sameach ...

Gestern Abend habe ich zusammen mit Viola und Aviva einen (mehr oder weniger) originalen Sederabend mit Nirits Familie erleben duerfen. Das war sehr interessant (auch wenn es die meisten nicht sehr ernst genommen haben - niemand war wirklich religioes).

Jetzt fahren wir dann gleich zurueck nach Mazkeret Batya, um einen Pessach-Lunch mit Shahafs Familie zu haben. Wir bleiben bis Ende der Pessach-Ferien da.

Fuer Mittwoch haben wir eine Einladung nach Hebron / Kiriat Arba. Ich wage es mal zu bezweifeln, dass mich Shahaf wirklich dahin laesst (wer sich jetzt fragt, warum, soll mal nach Kiriat Arba / Kiryat Arba / Kirjat Arba googlen). Also mal gucken.

Ich hoffe uebrigens, dass ich ab morgen in Mazkeret Batya auch online sein kann.

Unterdessen liebe Gruesse aus Haifa
S.

Mittwoch, 7. März 2007

Immer noch Haifa - Krank

Ich bin immer noch in Hafia, jedoch krank. Super. Halsschmerzen und so. Weiss auch nicht, wo ich das aufgeschnappt habe, vielleicht bei Viola?

Aber Shahaf kuemmert sich sehr gut um mich, macht mir Milch mit Honig, Tee, geht fuer mich einkaufen ...

Ich hoffe, morgen geht's besser, dann wollen wir naemlich wieder zurueck nach Mazkeret Batya, um da das Weekend zu verbringen - es ist sehr viel angenehmer, dort zu sein, als zu zweit hier in den kleinen Zimmern der Dorms an der Uni Haifa.

Der Vorteil an Haifa ist jedoch, dass ich viele Leute treffen kann und beim Spazieren uebers Unigelaende ploetzlich Leute treffe, die ich irgendwoher kenne.

Ich melde mich wahrscheinlich fruehestens am Montag wieder, dann wieder aus Haifa. Wir werden die Moeglichkeit haben ein paar Tage in der Wohnung von Shahafs Tante zu wohnen. Sie ist fuer eine Woche im Urlaub und wir duerfen fuer diese Zeit in ihre Wohnung mit Blick auf Meer und Hafen und in der Naehe des Grand Canyon, der groessten Einkaufsmall im Nahen Osten. ;-)

Liebe Gruesse aus dem "unbeliebtesten Land der Welt".
Sabina

Montag, 5. März 2007

Haifa

Zuerst einmal: Vielen Dank fuer eure lieben Gruesse! Es ist schoen, hier in der Ferne von euch zu hoeren. :-)

Ich bin seit gestern Abend hier in Haifa, momentan noch in den Dorms, mit meinem Zimmer mit Blick aufs Meer wirds noch ne Woche oder zwei dauern. Aber ich beschwer mich nicht, das Wetter ist wunderschoen sommerlich, ich geniesse es wirklich hier.

Ganz muehsam finde ich Purim (aehnlich wie bei uns Fasnacht). Es ist zwar schoen, all die verkleideten Leute zu sehen, erst recht bei diesen warmen Temperaturen, da friert man sich wenigstens nicht die Fuesse ab, aber ich finde es doch eher unangenehm, wenn ich in einem Restaurant sitze und neben mir explodieren Feuerwerkskoerper auf der Strasse. Noch schoener, wenn wegen des Knalls ein Autoalarm losgeht. Nicht nur ich bin diesbezueglich ein bisschen paranoid, wie ihr euch vorstellen koennt, schauen sich auch die meisten Israelis schockiert um, um dann genervt ueber den Kinderstreich (aber beruhigt) weiter zu gehen.

Aber auch Purim geht vorbei ...

Jetzt treffe ich mich mit Viola, einer Deutschen, die ich letzten Sommer im Ulpan kennen gelernt habe. Sie studiert und arbeitet momentan an der Uni Haifa und ich freue mich sehr, sie wieder zu sehen.

Ihr werdet von mir hoeren. ;-)

Liebe Gruesse
Sabina

PS1: Falls sich jemand ueber fehlende Umlaute und aehnliches wundert: Ich sitze nicht an meinem eigenen Laptop.

PS2: Meine israelische Handynummer werde ich die naechsten Tage mal per Mail bekannt geben.

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