Zunahme von Antisemitismus in Europa
Ein Artikel heute auf 20min online beschreibt, wie sich die jüdischen Gemeinden in den deutschsprachigen Teilen Europas Sorgen machen wegen des zunehmenden Antisemitismus hier.
Antisemitische Zuschriften, Schmierereien und Übergriffe hätten dramatisch zugenommen, schreibt der schweizerische israelitische Gemeindebund in einer Mitteilung vom Dienstag. Einseitige Verurteilungen Israels im Kampf gegen die Hamas, welche Israels Vernichtung und den Kampf gegen die Juden weltweit fordere, spielten den antisemitisch motivierten Kräften noch in die Hände.
Schon vor ein paar Tagen schrieb 20min darüber (der Artikel erschien sogar auf der Frontseite der Printausgabe), dass es in der Schweiz vermehrt Drohbriefe gegen Juden gibt. Teilweise steckt ein anonymer Verein mit dem grässlichen Namen "Schweiz ohne Juden" dahinter.
Ich habe mich letzte Woche mit einem der Security Guards der IGB (Israelitische Gemeinde Basel) darüber unterhalten, und er meinte, dass sie glücklicherweise in der Gemeinde noch keine ähnliche Vorfälle zu melden hatten. (Dies für den Zeitraum der Militäroperation, danach habe ich explizit gefragt. Das bedeutet nicht, dass es solche Vorfälle nicht gibt, ich habe ja mal auf diesem Blog darüber geschrieben.)
Nur ein paar ähnliche Vorkommnisse, über die 20min nach Beginn der Militäroperation Israels in Gaza berichtet hatte: Berliner Holocaust-Mahnmal mit Hakenkreuzen beschmiert, Molotow-Attacken auf Synagogen in Frankreich, wachsende Spannungen zwischen Juden und Muslimen ebenfalls in Frankreich.
(Wobei ich zumindest letztern Artikel für problematisch halten, impliziert er doch eine gegenseitige Abneigung, die sich von Muslimen gegenüber Juden genauso gewalttätig äussert wie umgekehrt. Das stimmt so einfach nicht. Im Gegensatz zu Synagogen, die nicht nur in der Schweiz nicht mehr ohne Sicherheitspersonal auskommen - in Deutschland werden sie polizeilich geschützt, da gab es auch schon Angriffe auf eben diese Polizeibeamten - wüsste ich nicht, dass Moscheen vor Angriffen gewalttätiger Juden geschützt werden müssten.)
Das alles wirkt sich dann auch aus auf die Presse, wie ein Kommentar der Hannover Zeitung zeigt, in welchem die Schuld am Antisemitsmus - wie könnte es anders sein - den Juden selbst zugewiesen wird. Interessant (oder eher erschreckend) sind übrigens auch die Reaktionen auf den Kommentar, im Sinne von "endlich getraut sich mal jemand, die Wahrheit zu schreiben". Der Artikel mit entsprechendem Kommentar ist auch auf WADIblog zu finden.
Plötzlich kriechen sie aus ihren Löchern, die Antisemiten.
Antisemitische Zuschriften, Schmierereien und Übergriffe hätten dramatisch zugenommen, schreibt der schweizerische israelitische Gemeindebund in einer Mitteilung vom Dienstag. Einseitige Verurteilungen Israels im Kampf gegen die Hamas, welche Israels Vernichtung und den Kampf gegen die Juden weltweit fordere, spielten den antisemitisch motivierten Kräften noch in die Hände.
Schon vor ein paar Tagen schrieb 20min darüber (der Artikel erschien sogar auf der Frontseite der Printausgabe), dass es in der Schweiz vermehrt Drohbriefe gegen Juden gibt. Teilweise steckt ein anonymer Verein mit dem grässlichen Namen "Schweiz ohne Juden" dahinter.
Ich habe mich letzte Woche mit einem der Security Guards der IGB (Israelitische Gemeinde Basel) darüber unterhalten, und er meinte, dass sie glücklicherweise in der Gemeinde noch keine ähnliche Vorfälle zu melden hatten. (Dies für den Zeitraum der Militäroperation, danach habe ich explizit gefragt. Das bedeutet nicht, dass es solche Vorfälle nicht gibt, ich habe ja mal auf diesem Blog darüber geschrieben.)
Nur ein paar ähnliche Vorkommnisse, über die 20min nach Beginn der Militäroperation Israels in Gaza berichtet hatte: Berliner Holocaust-Mahnmal mit Hakenkreuzen beschmiert, Molotow-Attacken auf Synagogen in Frankreich, wachsende Spannungen zwischen Juden und Muslimen ebenfalls in Frankreich.
(Wobei ich zumindest letztern Artikel für problematisch halten, impliziert er doch eine gegenseitige Abneigung, die sich von Muslimen gegenüber Juden genauso gewalttätig äussert wie umgekehrt. Das stimmt so einfach nicht. Im Gegensatz zu Synagogen, die nicht nur in der Schweiz nicht mehr ohne Sicherheitspersonal auskommen - in Deutschland werden sie polizeilich geschützt, da gab es auch schon Angriffe auf eben diese Polizeibeamten - wüsste ich nicht, dass Moscheen vor Angriffen gewalttätiger Juden geschützt werden müssten.)
Das alles wirkt sich dann auch aus auf die Presse, wie ein Kommentar der Hannover Zeitung zeigt, in welchem die Schuld am Antisemitsmus - wie könnte es anders sein - den Juden selbst zugewiesen wird. Interessant (oder eher erschreckend) sind übrigens auch die Reaktionen auf den Kommentar, im Sinne von "endlich getraut sich mal jemand, die Wahrheit zu schreiben". Der Artikel mit entsprechendem Kommentar ist auch auf WADIblog zu finden.
Plötzlich kriechen sie aus ihren Löchern, die Antisemiten.
La_Mia - 3. Feb, 15:07











