Auto fahren in Israel
Vor ein paar Tagen:
Shahaf und ich sind in unserem Auto unterwegs, als wir von einem anderen Autofahrer ziemlich unhöflich bedrängt und geschnitten werden, begleitet von aggressivem Gehupe.
Damit muss man in Israel normalerweise halt leben, hier wird viel aggressiver gefahren als in Zentraleuropa, diesmal hatte der Fahrer aber offensichtlich etwas nicht bedacht: Am Heck seines Autos (ein Firmenauto übrigens von einer bekannten Versicherungsgesellschaft) war ein Aufkleber mit der Aufschrift "Eich ani noheg/et?" gefolgt von einer Telefonnummer. "Eich ani noheg/et?" heisst "Wie fahre ich?" und ist eine Aufforderung, rücksichtslose Fahrer zu melden.
Shahaf beschloss, für einmal ein Schtinker zu sein (Schtinker ist das hebräische Wort für jemanden, der andere anschwärzt), wählte die Telefonnummer (die ich mir schnell schnell notiert hatte) und hinterliess eine Nachricht auf Band, vollständig mit Beschreibung des Autos, des Datums, der Zeit und des Orts.
Ein paar Tage später meldete sich die Firma bei Shahaf um nachzufragen, was da genau passiert war. Nach seiner Erklärung meinten sie, sie würden Abklärungen treffen und noch einmal anrufen. Nach ein paar Minuten meldeten sie sich wieder: Ob eine Frau oder ein Mann am Steuer des Autos gesessen habe? Shahaf: Ein junger Mann. Die Person am anderen Ende war ziemlich verwirrt, das Auto ist nämlich auf eine Frau registriert. Sie würden noch einmal nachforschen und sich wieder melden.
Fazit der Geschichte: Das Auto war zu diesem Zeitpunkt bei einer Garage in Reperatur, offensichtlich ist ein Angestellter der Garage damit so rücksichtslos rumgefahren - und darf nun wahrscheinlich mit unschönen Konsequenzen rechnen.
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Gestern im Radio zudem eine weitere Geschichte, die zu diesem Thema passt:
Eine Frau hat im Verlauf der letzten Jahre wiederholt Busszettel gekriegt für alle möglichen Vergehen: Zu hohe Geschwindigkeit, Falschparken, Rotlicht überfahren. Sie war sich sicher, dass sie das nicht war, die Polizei glaubte ihr aber nicht, weil sowohl Autonummer als auch Typ, Marke und Farbe des Autos übereinstimmten.
Schliesslich begann die Polizei dann aber Nachforschungen anzustellen und fand doch tatsächlich ein Auto, das identisch war wie das der Frau (gleiche Marke, gleicher Typ, gleiche Farbe). Auch das Nummernschild war identisch, aber natürlich gefälscht. Der Besitzer des Autos (mit gefälschten Papieren) darf nun Bussen von ungefähr 5 Jahren nachbezahlen (und wahrscheinlich noch ein bisschen was dazu wegen diverser anderer Delikte).
Er ist - ein delikates zusätzliches Detail - ein ehemaliger Polizist.
--
Auch dazu passt:
Israel ist führend in Bezug auf Ampeltechnik. So gibt es überall in Israel nicht nur visuelle Signale bei Ampeln (also rot-gelb-grünes Licht, ja?) sondern auch akustische Signale: Wenn es grün wird, hupt nämlich der Fahrer, der hinter dir wartet. ;-)
Shahaf und ich sind in unserem Auto unterwegs, als wir von einem anderen Autofahrer ziemlich unhöflich bedrängt und geschnitten werden, begleitet von aggressivem Gehupe.
Damit muss man in Israel normalerweise halt leben, hier wird viel aggressiver gefahren als in Zentraleuropa, diesmal hatte der Fahrer aber offensichtlich etwas nicht bedacht: Am Heck seines Autos (ein Firmenauto übrigens von einer bekannten Versicherungsgesellschaft) war ein Aufkleber mit der Aufschrift "Eich ani noheg/et?" gefolgt von einer Telefonnummer. "Eich ani noheg/et?" heisst "Wie fahre ich?" und ist eine Aufforderung, rücksichtslose Fahrer zu melden.
Shahaf beschloss, für einmal ein Schtinker zu sein (Schtinker ist das hebräische Wort für jemanden, der andere anschwärzt), wählte die Telefonnummer (die ich mir schnell schnell notiert hatte) und hinterliess eine Nachricht auf Band, vollständig mit Beschreibung des Autos, des Datums, der Zeit und des Orts.
Ein paar Tage später meldete sich die Firma bei Shahaf um nachzufragen, was da genau passiert war. Nach seiner Erklärung meinten sie, sie würden Abklärungen treffen und noch einmal anrufen. Nach ein paar Minuten meldeten sie sich wieder: Ob eine Frau oder ein Mann am Steuer des Autos gesessen habe? Shahaf: Ein junger Mann. Die Person am anderen Ende war ziemlich verwirrt, das Auto ist nämlich auf eine Frau registriert. Sie würden noch einmal nachforschen und sich wieder melden.
Fazit der Geschichte: Das Auto war zu diesem Zeitpunkt bei einer Garage in Reperatur, offensichtlich ist ein Angestellter der Garage damit so rücksichtslos rumgefahren - und darf nun wahrscheinlich mit unschönen Konsequenzen rechnen.
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Gestern im Radio zudem eine weitere Geschichte, die zu diesem Thema passt:
Eine Frau hat im Verlauf der letzten Jahre wiederholt Busszettel gekriegt für alle möglichen Vergehen: Zu hohe Geschwindigkeit, Falschparken, Rotlicht überfahren. Sie war sich sicher, dass sie das nicht war, die Polizei glaubte ihr aber nicht, weil sowohl Autonummer als auch Typ, Marke und Farbe des Autos übereinstimmten.
Schliesslich begann die Polizei dann aber Nachforschungen anzustellen und fand doch tatsächlich ein Auto, das identisch war wie das der Frau (gleiche Marke, gleicher Typ, gleiche Farbe). Auch das Nummernschild war identisch, aber natürlich gefälscht. Der Besitzer des Autos (mit gefälschten Papieren) darf nun Bussen von ungefähr 5 Jahren nachbezahlen (und wahrscheinlich noch ein bisschen was dazu wegen diverser anderer Delikte).
Er ist - ein delikates zusätzliches Detail - ein ehemaliger Polizist.
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Auch dazu passt:
Israel ist führend in Bezug auf Ampeltechnik. So gibt es überall in Israel nicht nur visuelle Signale bei Ampeln (also rot-gelb-grünes Licht, ja?) sondern auch akustische Signale: Wenn es grün wird, hupt nämlich der Fahrer, der hinter dir wartet. ;-)
La_Mia - 22. Jul, 13:30











