Ein bisschen laenger legal
Heute hatte ich nette Erfahrungen in Behoerdisch in Israel. Eigentlich war es gar nicht so schlimm wie ich es mir vorgestellt habe (ich war auf jeden Fall viel besser dran, als all die Leute, die stundenlang warten mussten), aber es laeuft teilweise halt schon ein bisschen anders als in der Schweiz. Mal zum Vorteil, mal zum Nachteil der Bittsteller. ;-)
Zuerst mussten wir auf die Stadtverwaltung, um uns fuer die Wasserversorgung anzumelden. Das laeuft so, wie bei der Schweiz auf der Post: Man zieht ne Nummer und wartet dann. Und wartet. Und wartet. Und wartet. (Und wenn sie nicht gestorben sind, dann warten sie noch heute.) Wir zogen Nummer 119, die Anzeigetafel zeigte Nummer 77. Alle 10-15 Minuten aenderte sich diese Nummer. 78. ... ... ... 79. (Ihr duerft gerne ausrechnen, wie lange man da so warten duerfte.) Allerdings hatten wir grosses Glueck und durften uns ganz weit vordraengeln.
Danach ging's weiter in Behoerdisch. Da ich naemlich unterdessen schon ziemlich genau 3 Monate in Israel bin, brauche ich eine Visumsverlaengerung. (Bei Einreise in Israel kriegt man automatisch ein 3-Monatsvisum.)
Auch das ging verhaeltnismaessig problemlos, allerdings musste ich (mit Aufforderung der Beamtin) ein wenig schwindeln. Eigentlich arbeite ich ja im Ghetto Fighters' House, habe aber keine Arbeitserlaubnis. Darum gab ich an, dort als Freiwillige mitzuarbeiten. Das passte ihr aber nicht, weil ich dann eine Bestaetigung haette vorweisen muessen, die ich aber auf die Schnelle natuerlich nicht hatte. Also aenderten wir die ganze Geschichte auf: Ich lebe hier in Israel bei meinem Freund, bin bei ihm als Touristin zu Besuch, arbeite nicht, studiere nicht und bin auch sonst ganz brav. (Wenn es um eine Schweizer Touristin geht, sind die ja eigentlich nicht so streng. Irgendwie sind die Schweizer wohl nicht so bekannt dafuer, legal in Israel einzureisen und dann illegalerweise hier das System auszunuetzen.)
Das Ganze kostete mich 150 Shekel (ca. 50 CHF) und weitere 22 Shekel fuer Passfotos, dafuer bin ich jetzt fuer weitere drei Monate legal hier in Israel. Finde ich ganz super.
--
Sonst gibt's nicht so viel Neues. Wir haben hier in der neuen Wohnung viel Besuch - und alle sind hin und weg, wenn sie die Wohnung (und vor allem die Aussicht) sehen. Ich hab mir schon ueberlegt, einen Antrag auf Strassennamensaenderung zu stellen: Rechov Achla Nof. (Tolle-Aussicht-Strasse)
Am Mittwoch habe ich meine erste Hebraeisch-Lektion bei Nirit. Wir werden zusammen ein bisschen Hebraeisch-Konversation betreiben und ein paar Texte lesen. Man will ja schliesslich auch ein bisschen was lernen.
Das war's glaub ich, vorlaeufig. Ich geh jetzt Pizza essen und auf manja warten.
Liebe Gruesse an alle
S.
Zuerst mussten wir auf die Stadtverwaltung, um uns fuer die Wasserversorgung anzumelden. Das laeuft so, wie bei der Schweiz auf der Post: Man zieht ne Nummer und wartet dann. Und wartet. Und wartet. Und wartet. (Und wenn sie nicht gestorben sind, dann warten sie noch heute.) Wir zogen Nummer 119, die Anzeigetafel zeigte Nummer 77. Alle 10-15 Minuten aenderte sich diese Nummer. 78. ... ... ... 79. (Ihr duerft gerne ausrechnen, wie lange man da so warten duerfte.) Allerdings hatten wir grosses Glueck und durften uns ganz weit vordraengeln.
Danach ging's weiter in Behoerdisch. Da ich naemlich unterdessen schon ziemlich genau 3 Monate in Israel bin, brauche ich eine Visumsverlaengerung. (Bei Einreise in Israel kriegt man automatisch ein 3-Monatsvisum.)
Auch das ging verhaeltnismaessig problemlos, allerdings musste ich (mit Aufforderung der Beamtin) ein wenig schwindeln. Eigentlich arbeite ich ja im Ghetto Fighters' House, habe aber keine Arbeitserlaubnis. Darum gab ich an, dort als Freiwillige mitzuarbeiten. Das passte ihr aber nicht, weil ich dann eine Bestaetigung haette vorweisen muessen, die ich aber auf die Schnelle natuerlich nicht hatte. Also aenderten wir die ganze Geschichte auf: Ich lebe hier in Israel bei meinem Freund, bin bei ihm als Touristin zu Besuch, arbeite nicht, studiere nicht und bin auch sonst ganz brav. (Wenn es um eine Schweizer Touristin geht, sind die ja eigentlich nicht so streng. Irgendwie sind die Schweizer wohl nicht so bekannt dafuer, legal in Israel einzureisen und dann illegalerweise hier das System auszunuetzen.)
Das Ganze kostete mich 150 Shekel (ca. 50 CHF) und weitere 22 Shekel fuer Passfotos, dafuer bin ich jetzt fuer weitere drei Monate legal hier in Israel. Finde ich ganz super.
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Sonst gibt's nicht so viel Neues. Wir haben hier in der neuen Wohnung viel Besuch - und alle sind hin und weg, wenn sie die Wohnung (und vor allem die Aussicht) sehen. Ich hab mir schon ueberlegt, einen Antrag auf Strassennamensaenderung zu stellen: Rechov Achla Nof. (Tolle-Aussicht-Strasse)
Am Mittwoch habe ich meine erste Hebraeisch-Lektion bei Nirit. Wir werden zusammen ein bisschen Hebraeisch-Konversation betreiben und ein paar Texte lesen. Man will ja schliesslich auch ein bisschen was lernen.
Das war's glaub ich, vorlaeufig. Ich geh jetzt Pizza essen und auf manja warten.
Liebe Gruesse an alle
S.
La_Mia - 27. Mai, 20:40











