Donnerstag, 25. Juni 2009

Gerade in den Nachrichten um 12:

Mezeg haAvir: Mamash cham. (Wetter: Wirklich heiss!)

Und um 13 Uhr:

Mezeg haAvir: Cham me'od. (Wetter: sehr heiss!)

Donnerstag, 18. Juni 2009

Ein Witz

Wie viele Kalorien verbraucht ein Engländer beim Sex? 10 Kalorien.
Wie viele Kalorien verbraucht ein Deutscher beim Sex? 10 Kalorien
Wie viele Kalorien verbraucht ein Israeli beim Sex? 100 Kalorien. 10 beim Sex und die restlichen 90, wenn er rumrennt und allen Freunden davon erzählt.

Haben wir eigentlich keine anderen Probleme?

Eine Meldung geht um die Welt:

US-Präsident Obama erschlägt vor laufender Kamera eine Fliege.

Am Tag darauf:

Tierschützer wünschen sich von US-Präsident Barack Obama mehr Herz für Fliegen. «Wir wollen Mitgefühl soger mit unsympatischsten Tieren», liess die Organisation Peta verlauten.

Quelle: 20min.

Haben wir eigentlich keine anderen Probleme?

Moskitos lieben mich

Ich sie eher weniger.

Diese Viecher hier haben sich als absolut unkaputtbar gezeigt. Vor zwei Nächten bin ich in der Nacht erwacht, weil mein Arm und meine Hand juckten. Drei Mückenstiche, trotz eingeschalteter Hightech-Insekten-Killermaschine (mit UV-Licht).

Ich hab mich dann am ganzen Körper mit Anti-Brumm-Zeugs eingerieben, nur um einige Minuten später zwei neue Mückenstiche zu entdecken.

Da muss der Mossad dahinterstecken.

(Das wäre ja alles nur halb so schlimm, wenn ich nicht allergisch gegen die israelischen Killermücken reagieren würde. Die Stiche schwellen bei mir üblicherweise an, wie bei "normalen" Leuten Bienenstiche.)

Irgendwelche Vorschläge, was ich dagegen tun kann?

Dienstag, 16. Juni 2009

Davon können wir nur träumen:

Davon nämlich.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Eine Frage

Wenn ich mich schon erfolgreich vom Transkribieren abhalte, eine Frage an meine LeserInnen:

Glaubt ihr, dass die durchschnittliche Person im deutschsprachigen europäischen Raum weiss / wissen sollte, welche Sprache(n) in Israel gesprochen wird/werden?

Ich frage das, weil mich mein Arzt (!), als ich ein ärztliches Gesundheitsattest für meinen Sprachkurs in Israel brauchte, gefragt hat, welche Sprache man denn in Israel überhaupt spreche.

Und eine Interviewpartnerin hat mir gerade etwas Ähnliches erzählt.

Ich hätte eigentlich erwartet, dass das zur Allgemeinbildung gehört.

Neben meinem Stammcafé ...

... befindet sich ein Gemüse- und Früchteladen. Die Besitzer sind zwei sehr nette Brüder, die aus dem Irak nach Israel ausgewandert sind. Der eine der Brüder mag mich offensichtlich, und macht immer (mehr oder weniger) lustige Sprüche, wenn er mich sieht.

Gestern nun kam er zu mir und meinte in Hebräisch und gebrochenem Englisch, dass das alles nicht ernst gemeint wäre. Das war mir natürlich schon klar, aber offensichtlich hatte er das Gefühl, dass er sich bei mir entschuldigen muss (vielleicht meinte er, dass Schweizer keinen Sinn für Humor hätten ;-) ), und brachte mir einen Teller mit frischen, geschnittenen Früchten (Äpfel, Birnen, Nektarinen und Aprikosen).

Heute nun hat sich einer der männlichen Gäste hier im Café bei dem Besitzer des Ladens beschwert, dass er schon seit zwei Tagen Lust auf Aprikosen hätte, und fragte, warum ihm der Besitzer keine geben will.

Die Antwort des Besitzers: Wenn du dir Brüste wachsen lässt, kriegst du von mir auch Früchte geschenkt.

:D

Mittwoch, 3. Juni 2009

Wo lebe ich bloss?

Ynet titelt heute: "Global ranking: Only 3 countries more dangerous than Israel"

Die friedlichsten Länder sind demnach:

1. Neuseeland
2. Dänemark
3. Norwegen
4. Island
5. Österreich
6. Schweden
7. Japan
8. Kanada
9. Finnland und Slowenien.

(Höhö, die Schweiz hat's auch nicht in die Top10 geschafft.)

Die gefährlichsten Länder:

144. Irak
143. Afghanistan
142. Somalia
141. Israel
140. Sudan
139. Demokratische Republik Kongo
138. Tschad
137. Pakistan
136. Russland
135. Simbabwe

Öhm. Das halte ich nun nicht für sehr glaubwürdig. Ich habe mich beispielsweise in Nigeria um einiges unsicherer gefühlt als in Israel. (Zu den anderen Ländern auf den Plätzen 140 - 135 kann ich nicht so viel Konkretes sagen, weil ich noch nie dort war, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Leben in Israel so viel gefährlicher ist als im Sudan oder in Pakistan.)

Ich sollte nach Neuseeland auswandern.

Dienstag, 2. Juni 2009

Heute Morgen: Probealarm

Heute Morgen war hier Probealarm. Ich hasse ja jegliche Art von Alarmen (auch in der Schweiz find ich das äusserst unheimlich, auch wenn sich dort die tatsächliche Bedrohung in Grenzen hält), Probealarm find ich diesbezüglich nicht besser als das Sirenengeheule an den Erinnerungstagen.

Froh war ich, dass ich während des Alarms zuhause war, da weiss ich schliesslich, wo der Bunkerraum ist und wie ich am schnellsten dorthin komme. Wäre ich, wie üblich, in meinem ausgelagerten Büro in meinem Stammcafé gewesen, hätte ich wohl zum nächsten öffentlichen Bunker rennen müssen, um a) zu schauen, ob alles funktioniert und b) rauszufinden, ob ich's in der Minute Vorwarnzeit, die wir hier in Haifa haben, auch tatsächlich bis zum Bunker schaffe.

Unangenehm.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Wenigstens Barçelona ...

... hat gewonnen. ;-)

Amüsant fand ich, dass die israelischen Kommentatoren des Spiels den Namen Xavi immer als Tschabi (also Chubby = rund) ausgesprochen haben. Gemäss Wiki würde man übrigens Schawi sagen, wenn ich die Zeichen der Lautschrift richtig deute.

Beim Spiel Beitar gegen Haifa war ich übrigens davon überzeugt, dass da ein Broccoli auf dem Spielfeld rumrennt. (Leider heisst der Gute Boccoli.)

Dienstag, 26. Mai 2009

Fussball und die Nationalhymne

Shahaf und ich gucken gerade den Cupfinal zwischen Beitar Jerushalaijm und Maccabi Haifa. Zu Beginn des Spiels wurde die israelische Nationalhymne, die Tikwah gespielt.

Shahaf zu mir: Steh auf!
[Kann er natürlich einfach sagen, wer erwartet schon, dass er aus dem Rollstuhl aufsteht ...]
Ich: Was? Steht man zur Tikwah auch auf, wenn man vor dem Fernseher sitzt?
Er: Natürlich
Ich: So ein Blödsinn!
Er: Nein, ehrlich! Tut man das in der Schweiz nicht?
Ich: Äh nein, höchstens ein paar rechtsextreme Neonazis.
Er: Hier tut man das.
Ich: Also im Ernst jetzt? Ich mein, klar, bei offiziellen Zeremonien, aber vor dem Fernseher?
Er: Klar!

[...]

Nach einer Weile:

Ich [weiterhin ungläubig]: Also tut ihr das echt? Vor dem Fernseher aufstehen?
Er: Hach, damit könnte ich noch lange weitermachen.
Ich: Du hast mich verarscht????
Er: Ja.
Ich: Du Ekelpilz! Nachdem ich in der Zeitung gelesen habe, dass ein Student des Technions abgemahnt wurde, weil er beim Singen der Tikwah während einer Zeremonie nicht aufgestanden ist, war ich bereit alles zu glauben!
Er: ;-)

Wie gemein ist das denn, ey?

Meine Interviews

Langsam, langsam ist ein Ende meiner Feldforschung absehbar. Ich habe in den nächsten paar Tagen zwei weitere Interviews vereinbart, eins in Hedera, eins in Bet Shemesh, wobei ich mich auf das in Bet Shemesh besonders freue, weil es sehr spannend zu werden verspricht.

Danach brauche ich noch zwei Interviews, dann habe ich wohl mein Soll erreicht und darf mich anderen Dingen widmen.

--

Die Transkribierungen der Interviews mache ich meistens in meinem Lieblings- und Stammcafé ganz in der Nähe unseres Hauses. Hier sind nette Leute, die ich kenne, gratis Wireless Internet und ich trinke ganz viel Tee mit frischer Nana-Minze und Cola Light.

Der alte, orthodoxe Besitzer des neben des Cafés gelegenen Ladens hat offensichtlich Gefallen an mir gefunden, seitdem ich mal mit ihm eine Diskussion über die Erdbeeren-Frage geführt habe. (Ein Rabbi hat nämlich gesagt, dass Erdbeeren nicht koscher seien, weil da immer Insekten drin seien [und Insekten sind nun mal nicht koscher], danach ist er aber zurückgekrebst und hat gesagt, dass sie doch koscher seien, wenn man sie vor dem Verzehr sehr gut wäscht.) Seitdem fragt mich der Besitzer immer, wie's denn nun mit den Erdbeeren sei und freut sich sehr, wenn ich mit ihm Hebräisch rede. :D

So sieht's bei mir aus.

Heute Abend wollen wir das Fussballspiel Maccabi Haifa gegen Beitar Jerushalaijm schauen gehen, natürlich in der Hoffnung, dass Haifa nun auch noch den Cup gewinnt (gegen Beitar erst recht), nachdem sie schon Meister geworden sind. ;-)

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